Haus des Lucius

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Das sogenannte „Haus des Lucius“ war das erste Objekt, das in Carnuntum mit Mitteln der experimentellen Archäologie funktionstüchtig am Originalstandort 2006 wiedererrichtet wurde. Den Namen erhielt das Haus aufgrund einer Inschrift, die bei früheren archäologischen Untersuchungen vor Ort gefunden wurde. Diese Inschrift weist auf einen Lucius Maticeius Clemens hin, mit großer Wahrscheinlichkeit ein ehemaliger Eigentümer des Hauses.

Das Haus zeigt sehr gut den Lebensstandard der Carnuntiner Mittelschicht. Der großzügige Schnitt des Hauses und die solide Ausstattung sind ein Indiz für den beträchtlichen Wohlstand, zu dem es manche Bürger der Stadt gebracht hatten. Carnuntum war als Handelsknotenpunkt am Schnittpunkt von Bernsteinstraße und Limesstraße ein wichtiger Umschlagplatz für Waren aller Art.  So ist es nicht verwunderlich, dass auch Lucius Maticeius Clemens seinen Wohlstand wohl als Händler erwirtschaftet hat. Bei den archäologischen Untersuchungen wurden keinerlei Werkstoffreste gefunden, die auf ein Handwerk deuten. Dies legt den Schluss nahe, dass es sich bei Lucius Maticeius Clemens um einen Stoffhändler gehandelt haben könnte, da organische Reste, wie etwa Stoffe, die Jahrtausende nicht überdauert haben.

Ursprünglich waren sicher beide Geschoße des Hauses bewohnt. Die Untersuchungen lieferten aber keinerlei Hinweise auf die Nutzung oder gar die Ausstattung des oberen Geschoßes, weshalb nur das Erdgeschoß zur Gänze rekonstruiert und ausgestattet wurde. Erstmalig wurde hier auch das System der römischen Fußbodenheizung in der Praxis untersucht.

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