Weitere Präsentationsmaßnahmen im Römischen Stadtviertel

Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich der Museumsstandort Carnuntum grundlegend verändert. Während zu Beginn die Ruinen der antiken Mauern das Erscheinungsbild der archäologischen Stätte prägten, wird das Museum heute dem Namen „Römerstadt“ gerecht. Drei komplett rekonstruierte, voll möblierte Gebäude mit prächtigen Wandmalereien, funktionstüchtigen Küchen und der durchgängig betriebenen römischen Fußbodenheizung in der Therme machen antike Lebenswelten zum Greifen nahe.

Neben der Darstellung der archäologischen Inhalte steht vor allem der Mensch und das Leben im historischen Carnuntum im Vordergrund. Damit dieser Eindruck intensiviert wird, ist in den nächsten Jahren eine weitere Ergänzung von Gebäuden im Römischen Stadtviertel geplant. Ziel ist es, in Carnuntum weltweit einmalig einen römischen Häuserblock (insula) in seiner Gesamtheit zu zeigen, der von originalen römischen Straßen umrahmt ist und erkundet werden kann.

Bereits 2017 wird als erstes Teilprojekt mit der Darstellung der Straßenrandbebauung auf der so genannten Südstraße begonnen. Um den richtigen Eindruck vom ehemaligen Erscheinungsbild der Straßenfront zu geben, werden die Mauern des Gewerbebereichs zur Südstraße bei Haus I und dem Haus des Lucius aufgebaut. Mit der Gesamtheit der zukünftigen Ausbaupläne soll ein authentischer Einblick in den Aufbau eines antiken römischen Stadtviertels gegeben werden, sodass die Besucher einen Spaziergang durch die Römerstadt, im wahrsten Sinne des Wortes, unternehmen können.

Ein weiteres geplantes Teilprojekt ist die Präsentation des sogenannten Valetudinariums, von dem bis jetzt nur die Mauerzüge freigelegt sind. Dabei handelt es sich um einen antiken Gewerbebereich. Die Präsentation soll die Baulücke zwischen Therme und Villa urbana schließen und auch im Rahmen von zukünftigen Living history Aktivitäten bespielt werden. Nach Beendigung der Grabungen und wissenschaftlichen Auswertung der Ergebnisse im südlichen Bereich der Villa urbana werden Möglichkeiten für rekonstruktive Maßnahmen diskutiert werden, um in Verbindung mit den anderen Maßnahmen ein möglichst ganzheitliches Bild des römischen Stadtviertels zeigen zu können.

Umgeben ist die insula von den originalen römischen Straßen aus der Antike. Während die Straßen an der nördlichen, westlichen und südlichen Seite des Häuserblocks freigelegt und begehbar sind, wird als letzter fehlender Bestandteil die Oststraße Instand gesetzt.

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