Fundstück der Woche

Das Archäologische Museum Carnuntinum hat eine neue Ausstellung: Der Adler Roms – Carnuntum und die Armee der Cäsaren beleuchtet die umfassende Thematik des römischen Militärs. Originalfunde aus Carnuntum bieten zudem persönliche Einblicke in die Karrieren und Lebensschicksale von römischen Soldaten. Welche Gegenstände wurden im Alltag verwendet, wie sah die Ausrüstung der Soldaten aus und welche Besonderheiten lassen sich noch im Militärlager finden?

Werfen Sie einen Blick auf ausgewählte Fundstücke der Ausstellung. 

In antiken Ziegeln sind oft eingestempelte Zeichen und Buchstaben zu finden. In den meisten Fällen wurde auf diese Art der Name der Ziegelei genannt, welche die Ziegel herstellte. Die Ziegeleien waren entweder in Privatbesitz oder wurden von einer militärischen Einheit unterhalten. Der jeweilige Betreiber presste somit bei der Herstellung sein Zeichen oder seinen Namen mit einem Stempel aus Holz oder Bronze in den Ton. Die in Carnuntum gefundenen Stempelzeichen weisen vor allem auf die hier stationierten Legionen hin und sind somit wichtige Zeugnisse für die Truppengeschichte von Carnuntum.

Die sogenannten Ziegelstempel kennt man in mehreren Varianten. Wie in der Abbildung gut erkennbar ist, gibt es die Ausführung mit Rundstempel oder aber in rechteckigen Feldern, oftmals als tabula ansata. Alle drei der hier abgebildeten Ziegelstempel wurden in Carnuntum gefunden und tragen die Aufschrift der 14. Legion (Legio XIIII Gemina Martia victrix). Unterschiedlich ist jedoch die Schreibweise auf den Ziegeln. Einmal ist der Name ganz ausgeschrieben LEG XIIII G M V, bei den beiden anderen nur LEG XIIII G. In Carnuntum wurde jedoch ebenso die in der heutigen Zeit besser bekannte lateinische Schreibweise mit LEG XIV gefunden.

Die Legio XIIII Gemina Martia victrix war fast 300 Jahre lang in Carnuntum am Donaulimes stationiert. Die erste fix in Carnuntum stationierte Legion war die Legio XV Apollinaris, die mit einer kurzen Unterbrechung durch die Teilnahme am Jüdischen Krieg von 40 bis 114/117 n. Chr. Carnuntum zugeteilt war. Abgelöst wurde sie durch die 14. Legion, die bis zum Ende der römischen Herrschaft am Donaulimes in Carnuntum stationiert war.

Ziegelstempel der Legio XIIII Gemina Martia victrix

In antiken Ziegeln sind oft eingestempelte Zeichen und Buchstaben zu finden. In den meisten Fällen wurde auf diese Art der Name der Ziegelei genannt, welche die Ziegel herstellte. Die Ziegeleien waren entweder in Privatbesitz oder wurden von einer militärischen Einheit unterhalten. Der jeweilige Betreiber presste somit bei der Herstellung sein Zeichen oder seinen Namen mit einem Stempel aus Holz oder Bronze in den Ton. Die in Carnuntum gefundenen Stempelzeichen weisen vor allem auf die hier stationierten Legionen hin und sind somit wichtige Zeugnisse für die Truppengeschichte von Carnuntum.

Die sogenannten Ziegelstempel kennt man in mehreren Varianten. Wie in der Abbildung gut erkennbar ist, gibt es die Ausführung mit Rundstempel oder aber in rechteckigen Feldern, oftmals als tabula ansata. Alle drei der hier abgebildeten Ziegelstempel wurden in Carnuntum gefunden und tragen die Aufschrift der 14. Legion (Legio XIIII Gemina Martia victrix). Unterschiedlich ist jedoch die Schreibweise auf den Ziegeln. Einmal ist der Name ganz ausgeschrieben LEG XIIII G M V, bei den beiden anderen nur LEG XIIII G. In Carnuntum wurde jedoch ebenso die in der heutigen Zeit besser bekannte lateinische Schreibweise mit LEG XIV gefunden.

Die Legio XIIII Gemina Martia victrix war fast 300 Jahre lang in Carnuntum am Donaulimes stationiert. Die erste fix in Carnuntum stationierte Legion war die Legio XV Apollinaris, die mit einer kurzen Unterbrechung durch die Teilnahme am Jüdischen Krieg von 40 bis 114/117 n. Chr. Carnuntum zugeteilt war. Abgelöst wurde sie durch die 14. Legion, die bis zum Ende der römischen Herrschaft am Donaulimes in Carnuntum stationiert war.

Dieses Parademedaillon war am Geschirr auf der Pferdebrust angebracht. Datiert wurde es auf die zweite Hälfte des 2. Jh. n. Chr., Fundort ist das Gebäude XXV im Legionslager von Carnuntum. Das 30 cm große Medaillon ist aus Bronze gefertigt und vergoldet. Die heraus strukturierte Büste zeigt den lockigen Jüngling Ganymed. Über seinem Kopf schwebt Juppiter in Form des Adlers.

Die meisten Fundstücke von Paraderüstungen stammen aus den Grenzprovinzen entlang der Donau, so kamen auch in Carnutnum mit seiner ausgeprägten Militärpräsenz immer wieder Paraderüstungsteile zum Vorschein. Die einzelnen Rüstungsteile waren ursprünglich für den Kampfeinsatz gefertigt, im Lauf der Zeit wurden sie immer aufwändiger und kunstvoller gestaltet, bis sie fast ausschließlich für Paraden genutzt wurden. Aus dem „Reitertraktat“ von Lucius Flavius Arrianus aus dem Jahr 136 n. Chr. geht hervor, dass turnierartige Reiterspiele ausgetragen wurden, die neben der Unterhaltung des Publikums hauptsächlich der Aus- und Weiterbildung der Reiter dienten.

Für die berittene Einheit des Militärs war die Ausrüstung des Pferdes maßgebend für die Effektivität im Kampf. Der Sattel gab den Reitern einen festen Sitz, allerdings wurde ohne Steigbügel geritten. Sattel und Riemengeschirr bestanden wie heute aus Leder und waren mit Metallbeschlägen, Zierscheiben und Anhängern reich verziert. Der Einsatz von Trensen erleichterte das Führen der Pferde im Kampfgetümmel.

Parademedaillon für Pferdegeschirr

Dieses Parademedaillon war am Geschirr auf der Pferdebrust angebracht. Datiert wurde es auf die zweite Hälfte des 2. Jh. n. Chr., Fundort ist das Gebäude XXV im Legionslager von Carnuntum. Das 30 cm große Medaillon ist aus Bronze gefertigt und vergoldet. Die heraus strukturierte Büste zeigt den lockigen Jüngling Ganymed. Über seinem Kopf schwebt Juppiter in Form des Adlers.

Die meisten Fundstücke von Paraderüstungen stammen aus den Grenzprovinzen entlang der Donau, so kamen auch in Carnutnum mit seiner ausgeprägten Militärpräsenz immer wieder Paraderüstungsteile zum Vorschein. Die einzelnen Rüstungsteile waren ursprünglich für den Kampfeinsatz gefertigt, im Lauf der Zeit wurden sie immer aufwändiger und kunstvoller gestaltet, bis sie fast ausschließlich für Paraden genutzt wurden. Aus dem „Reitertraktat“ von Lucius Flavius Arrianus aus dem Jahr 136 n. Chr. geht hervor, dass turnierartige Reiterspiele ausgetragen wurden, die neben der Unterhaltung des Publikums hauptsächlich der Aus- und Weiterbildung der Reiter dienten.

Für die berittene Einheit des Militärs war die Ausrüstung des Pferdes maßgebend für die Effektivität im Kampf. Der Sattel gab den Reitern einen festen Sitz, allerdings wurde ohne Steigbügel geritten. Sattel und Riemengeschirr bestanden wie heute aus Leder und waren mit Metallbeschlägen, Zierscheiben und Anhängern reich verziert. Der Einsatz von Trensen erleichterte das Führen der Pferde im Kampfgetümmel.

Bei den hier abgebildeten Spitzen handelt es sich um charakteristische Bestandteile der Uniformen von Benefiziariern. Die zwei linken Stücke sind die Spitzen von Benefiziarerlanzen, das rechte Stück zeigt einen Anhänger in Form einer Benefiziarierlanze. Alle Stücke sind aus Bronze gefertigt und in Carnuntum gefunden worden. Diese spezielle Lanzenart war so etwas wie ein Markenzeichen der Benefiziarier und wies sie gegenüber der Bevölkerung als Amtspersonen aus.

Benefiziarier waren Legionssoldaten die mit Aufgaben der Administration, wie beispielsweise der Finanzverwaltung und Funktionen im Gerichtswesen, betraut waren und daher vom einfachen Dienst (munera) der Soldaten befreit wurden. Häufig waren sie für das Eintreiben der Steuern zuständig oder übernahmen „polizeiliche“ Funktionen. Benefiziarier waren mit Lanzen und Lanzensymbolen ausgestattet, an dieser Uniform waren sie erkennbar. 

Der hauptsächliche Einsatz von solchen gefundenen Spitzen war als Teil von Wurf- und Stoßwaffen und für den Einsatz im Kampf konzipiert. Die Aufteilung in Speer (Wurfwaffe) und Lanze (Stoßwaffe) ist eher formal, da beide Arten häufig simultan verwendet wurden. Eine besonders raffinierte und gefährliche Waffe war das pilum, ein Speer aus Holz mit einer langen, dünnen Spitze aus Eisen. Traf der Speer auf einen festen Widerstand, verbog sich die Spitze sodass die Waffe untauglich wurde. So konnten die Römer verhindern, dass das pilum vom Gegner aufgegriffen und zurückgeschleudert wurde.

Spitze von Benefiziarierlanze

Bei den hier abgebildeten Spitzen handelt es sich um charakteristische Bestandteile der Uniformen von Benefiziariern. Die zwei linken Stücke sind die Spitzen von Benefiziarerlanzen, das rechte Stück zeigt einen Anhänger in Form einer Benefiziarierlanze. Alle Stücke sind aus Bronze gefertigt und in Carnuntum gefunden worden. Diese spezielle Lanzenart war so etwas wie ein Markenzeichen der Benefiziarier und wies sie gegenüber der Bevölkerung als Amtspersonen aus.

Benefiziarier waren Legionssoldaten die mit Aufgaben der Administration, wie beispielsweise der Finanzverwaltung und Funktionen im Gerichtswesen, betraut waren und daher vom einfachen Dienst (munera) der Soldaten befreit wurden. Häufig waren sie für das Eintreiben der Steuern zuständig oder übernahmen „polizeiliche“ Funktionen. Benefiziarier waren mit Lanzen und Lanzensymbolen ausgestattet, an dieser Uniform waren sie erkennbar.

Der hauptsächliche Einsatz von solchen gefundenen Spitzen war als Teil von Wurf- und Stoßwaffen und für den Einsatz im Kampf konzipiert. Die Aufteilung in Speer (Wurfwaffe) und Lanze (Stoßwaffe) ist eher formal, da beide Arten häufig simultan verwendet wurden. Eine besonders raffinierte und gefährliche Waffe war das pilum, ein Speer aus Holz mit einer langen, dünnen Spitze aus Eisen. Traf der Speer auf einen festen Widerstand, verbog sich die Spitze sodass die Waffe untauglich wurde. So konnten die Römer verhindern, dass das pilum vom Gegner aufgegriffen und zurückgeschleudert wurde.

Auf dem Foto ist das Fragment eines Schuppenpanzers eines römischen Legionärs zu sehen. Dieses Stück wurde im Auxiliarkastell von Carnuntum gefunden. Die kleinen Schuppen sind aus Bronze gefertigt, insgesamt sind noch 14 Reihen vom gesamten Panzer erhalten.

Der Schuppenpanzer (Lorica Squamata) war ein wesentlicher Teil der Ausrüstung eines Legionärs, da er den Großteil des Körpers, außer die Extremitäten, schützte. Der Panzer bestand aus einem Leinenhemd auf welches die einzelnen Schuppen genäht waren. Die Schuppen waren ca. 3x5cm groß und überlappten sich gegenseitig, damit ein flächendeckender Schutz geboten werden konnte. An den Schultern waren am Panzer Schulterstücke aus Metall befestigt. Insgesamt wog der Panzer zwischen 6 und 15 kg.

Die am weitesten verbreitete Art des Körperschutzes war jedoch die Lorica Hamata – das Kettenhemd. Dieses bestand aus ca. 30.000 Eisenringen und wog bis zu 9 kg. Durch die inneinander beweglichen Ringelemente hatten die Soldaten große Bewegungsfreiheit. Die einfachste Art des Körperschutzes der Legionäre war eine Bronzeplatte, die mit einem Riemen über die Brust geschnallt wurde. Auch Schienenpanzer waren üblich.

Fragment Schuppenpanzer

Auf dem Foto ist das Fragment eines Schuppenpanzers eines römischen Legionärs zu sehen. Dieses Stück wurde im Auxiliarkastell von Carnuntum gefunden. Die kleinen Schuppen sind aus Bronze gefertigt, insgesamt sind noch 14 Reihen vom gesamten Panzer erhalten.

Der Schuppenpanzer (Lorica Squamata) war ein wesentlicher Teil der Ausrüstung eines Legionärs, da er den Großteil des Körpers, außer die Extremitäten, schützte. Der Panzer bestand aus einem Leinenhemd auf welches die einzelnen Schuppen genäht waren. Die Schuppen waren ca. 3x5cm groß und überlappten sich gegenseitig, damit ein flächendeckender Schutz geboten werden konnte. An den Schultern waren am Panzer Schulterstücke aus Metall befestigt. Insgesamt wog der Panzer zwischen 6 und 15 kg.

Die am weitesten verbreitete Art des Körperschutzes war jedoch die Lorica Hamata – das Kettenhemd. Dieses bestand aus ca. 30.000 Eisenringen und wog bis zu 9 kg. Durch die inneinander beweglichen Ringelemente hatten die Soldaten große Bewegungsfreiheit. Die einfachste Art des Körperschutzes der Legionäre war eine Bronzeplatte, die mit einem Riemen über die Brust geschnallt wurde. Auch Schienenpanzer waren üblich.

Ob Grauer Star, Abszesse, Erkältungen oder Malaria, erstaunlicherweise wussten bereits die antiken Römer mit diesen Leiden umzugehen. Der Glaube, die moderne Medizin habe sich erst in den letzten Jahrhunderten entwickelt, wird durch neue Funde in der Archäologie wiederlegt. Die Römer bereiteten, basierend auf den Erkenntnissen der alten Griechen, der medizinischen Entwicklung und Forschung ihren Weg. Dabei waren die von Ihnen verwendeten Instrumente und Methoden den unseren gar nicht so unähnlich.

Auch unser Fundstück der Woche handelt von dem besonderen Wissen der Römer. Das Bronze Skalpell wurde bei Ausgrabungen in Carnuntum entdeckt. Tatsächlich sind Nachweise auf römische Ärzte im antiken Carnuntum erhalten geblieben. Auch Aufzeichnungen eines capsarius (Krankenpfleger) und eines veterinarius (Tierarzt) sind überliefert.

Trotz des religiös geprägten Umfelds, man glaubte bei Krankheiten handle es sich um ein von den Gottheiten gesandtes Leiden, entwickelte sich die wissenschaftliche Medizin. Das Skalpell spielte hierbei eine wesentliche Rolle. Aderlass und Entfernung von Abszessen waren übliche Anwendungsgebiete für das Werkzeug. Größere Eingriffe kamen dabei immer mit einem hohen Risiko einher. Kenntnisse über Narkosemittel oder Anästhesie existierten noch nicht. Patienten standen lediglich einfache Naturheilmittel und Kräuter zur Schmerzlinderung zur Verfügung. Auch die mangelhaften hygienischen Bedingungen erhöhten das Risiko schwerer Entzündungen und führten so zu einem Tod vieler Patienten.

Dennoch beweisen Funde römischer Gladiatoren-Skelette die hohe Kunst der damaligen Mediziner. Auch schwere Verletzungen konnten behandelt und kuriert werden. Offene Wunden wurden zunächst mit Wasser gereinigt und anschließend mit Essig desinfiziert. Abschließend wurde diese mit Honig oder Pech verschlossen.

Skalpell

Ob Grauer Star, Abszesse, Erkältungen oder Malaria, erstaunlicherweise wussten bereits die antiken Römer mit diesen Leiden umzugehen. Der Glaube, die moderne Medizin habe sich erst in den letzten Jahrhunderten entwickelt, wird durch neue Funde in der Archäologie wiederlegt. Die Römer bereiteten, basierend auf den Erkenntnissen der alten Griechen, der medizinischen Entwicklung und Forschung ihren Weg. Dabei waren die von Ihnen verwendeten Instrumente und Methoden den unseren gar nicht so unähnlich.

Auch unser Fundstück der Woche handelt von dem besonderen Wissen der Römer. Das Bronze Skalpell wurde bei Ausgrabungen in Carnuntum entdeckt. Tatsächlich sind Nachweise auf römische Ärzte im antiken Carnuntum erhalten geblieben. Auch Aufzeichnungen eines capsarius (Krankenpfleger) und eines veterinarius (Tierarzt) sind überliefert.

Trotz des religiös geprägten Umfelds, man glaubte bei Krankheiten handle es sich um ein von den Gottheiten gesandtes Leiden, entwickelte sich die wissenschaftliche Medizin. Das Skalpell spielte hierbei eine wesentliche Rolle. Aderlass und Entfernung von Abszessen waren übliche Anwendungsgebiete für das Werkzeug. Größere Eingriffe kamen dabei immer mit einem hohen Risiko einher. Kenntnisse über Narkosemittel oder Anästhesie existierten noch nicht. Patienten standen lediglich einfache Naturheilmittel und Kräuter zur Schmerzlinderung zur Verfügung. Auch die mangelhaften hygienischen Bedingungen erhöhten das Risiko schwerer Entzündungen und führten so zu einem Tod vieler Patienten.

Dennoch beweisen Funde römischer Gladiatoren-Skelette die hohe Kunst der damaligen Mediziner. Auch schwere Verletzungen konnten behandelt und kuriert werden. Offene Wunden wurden zunächst mit Wasser gereinigt und anschließend mit Essig desinfiziert. Abschließend wurde diese mit Honig oder Pech verschlossen.

Im Lager lebten die Soldaten, je nach Dienstgrad, in kleinen Zusammenkünften. Je eine Gruppe von meist acht Legionären teilte sich ein 25-40m² großes Zelt (contubernium). Auch die Kochutensilien, wie eine Handmühle zum Zerkleinern und Verarbeiten von Getreide, standen gemeinschaftlich zur Verfügung. Die im contubernium integrierte offene Herdstelle diente den Soldaten zum Kochen, denn eine zentrale Küche gab es nicht.

Zu den Grundnahrungsmitteln der Legionäre gehörte vor allem Getreide, Öl, Käse und Speck. Diese wurden meist zu einem Brei (puls) verarbeitet. Was über die Grundversorgung hinaus ging mussten sich die Soldaten selber besorgen oder aus der Heimat zuschicken lassen.

Lediglich für die Brotzubereitung existierten zentrale Öfen im Lager. In einer spätantiken Bäckerei im Legionslager von Carnuntum traten einige besondere Funde zu Tage. Neben Erntegerät, einer Handmühle und Teigresten wurde auch unser heutiges Fundstück der Woche, ein verkohlter Brotlaib, entdeckt.

Im verkohlten Zustand überstand das Brot so den äußeren Natureinwirkungen und konnte erhalten bleiben. Hierdurch können auch heute noch Kenntnisse über die Esskultur und die Zusammensetzung der Produkte gewonnen werden.

Backplatte mit verkohltem Brotlaib

Im Lager lebten die Soldaten, je nach Dienstgrad, in kleinen Zusammenkünften. Je eine Gruppe von meist acht Legionären teilte sich ein 25-40m² großes Zelt (contubernium). Auch die Kochutensilien, wie eine Handmühle zum Zerkleinern und Verarbeiten von Getreide, standen gemeinschaftlich zur Verfügung. Die im contubernium integrierte offene Herdstelle diente den Soldaten zum Kochen, denn eine zentrale Küche gab es nicht.

Zu den Grundnahrungsmitteln der Legionäre gehörte vor allem Getreide, Öl, Käse und Speck. Diese wurden meist zu einem Brei (puls) verarbeitet. Was über die Grundversorgung hinaus ging mussten sich die Soldaten selber besorgen oder aus der Heimat zuschicken lassen.

Lediglich für die Brotzubereitung existierten zentrale Öfen im Lager. In einer spätantiken Bäckerei im Legionslager von Carnuntum traten einige besondere Funde zu Tage. Neben Erntegerät, einer Handmühle und Teigresten wurde auch unser heutiges Fundstück der Woche, ein verkohlter Brotlaib, entdeckt.

Im verkohlten Zustand überstand das Brot so den äußeren Natureinwirkungen und konnte erhalten bleiben. Hierdurch können auch heute noch Kenntnisse über die Esskultur und die Zusammensetzung der Produkte gewonnen werden.

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