In antiken Ziegeln sind oft eingestempelte Zeichen und Buchstaben zu finden. In den meisten Fällen wurde auf diese Art der Name der Ziegelei genannt, welche die Ziegel herstellte. Die Ziegeleien waren entweder in Privatbesitz oder wurden von einer militärischen Einheit unterhalten. Der jeweilige Betreiber presste somit bei der Herstellung sein Zeichen oder seinen Namen mit einem Stempel aus Holz oder Bronze in den Ton. Die in Carnuntum gefundenen Stempelzeichen weisen vor allem auf die hier stationierten Legionen hin und sind somit wichtige Zeugnisse für die Truppengeschichte von Carnuntum.

Die sogenannten Ziegelstempel kennt man in mehreren Varianten. Wie in der Abbildung gut erkennbar ist, gibt es die Ausführung mit Rundstempel oder aber in rechteckigen Feldern, oftmals als tabula ansata. Alle drei der hier abgebildeten Ziegelstempel wurden in Carnuntum gefunden und tragen die Aufschrift der 14. Legion (Legio XIIII Gemina Martia victrix). Unterschiedlich ist jedoch die Schreibweise auf den Ziegeln. Einmal ist der Name ganz ausgeschrieben LEG XIIII G M V, bei den beiden anderen nur LEG XIIII G. In Carnuntum wurde jedoch ebenso die in der heutigen Zeit besser bekannte lateinische Schreibweise mit LEG XIV gefunden.

Die Legio XIIII Gemina Martia victrix war fast 300 Jahre lang in Carnuntum am Donaulimes stationiert. Die erste fix in Carnuntum stationierte Legion war die Legio XV Apollinaris, die mit einer kurzen Unterbrechung durch die Teilnahme am Jüdischen Krieg von 40 bis 114/117 n. Chr. Carnuntum zugeteilt war. Abgelöst wurde sie durch die 14. Legion, die bis zum Ende der römischen Herrschaft am Donaulimes in Carnuntum stationiert war.

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