Wissenschafter stellen sich vor

Hofrat Mag. Franz Humer studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Kunstgeschichte an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Er ist der Römerstadt Carnuntum seit beinahe 30 Jahren durch Forschungsarbeit eng verbunden, 2001 wurde er zu deren wissenschaftlichem Leiter ernannt.

 

Hofrat Mag. Franz Humer

Der wissenschaftliche Leiter der Römerstadt Carnuntum studierte in den Jahren 1983 – 1988 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Altertumskunde sowie Kunstgeschichte an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Neben seiner akademischen Ausbildung arbeitete er u.a. auch als Studienassistent am Institut für Klassische Archäologie dieser Universität. Sein Studium im Hauptfach schloss er mit der Diplomarbeit „Hypostyle Säle in der griechischen Architektur“ (Betreuung: Univ. Prof. Dr. F.  Felten) ab.

Neben intensiven Grabungs- und Forschungstätigkeiten in Österreich unternahm er seit seinem Studium ausgedehnte archäologische Studienreisen u.a. nach Ägypten, Albanien, Algerien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Honduras, Italien, Jordanien, Kolumbien, Kroatien, Malta, Mazedonien, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Syrien, Tschechien, Tunesien, Türkei, Ungarn und Zypern.

Seit beinahe 30 Jahren ist Franz Humer durch seine wissenschaftliche Tätigkeit als Bediensteter des Landes Niederösterreich eng mit Carnuntum verbunden. Neben der Durchführung wissenschaftlicher Ausgrabungen im Bereich der Römerstadt Carnuntum seit 1987 und der administrativen Leitung des Betriebes war er 1996 federführend an der Organisation der Eröffnung des Archäologischen Parks beteiligt (09.06.1996), wo er neben seiner Beschäftigung als Ausgrabungsleiter des Landes Niederösterreich in Carnuntum bis heute als wissenschaftlicher Geschäftsführer für die private Betreiberfirma der Römerstadt Carnuntum im Rahmen der NÖKU tätig ist.

Im Jahr 2001 avancierte Franz Humer zum alleinigen Leiter der Außenstelle Carnuntum des Landes Niederösterreich (Museum Carnuntinum, Freilichtmuseum Petronell-Carnuntum, Kulturfabrik Hainburg). Zusätzlich übernahm er administrativ und finanziell die gesamte römische Landesarchäologie Niederösterreichs. Im Jahr 2013 wurde er deswegen vorzeitig mit dem Berufstitel „Hofrat“ ausgezeichnet.

Die Attraktivierung und groß angelegte Neupräsentation von Carnuntum (Grabungen und Museum auf Basis wissenschaftlicher Grundlagenforschung, etwa durch die dreidimensionale Rekonstruktion römischer Architektur am Originalstandort im Freilichtmuseum oder zeitgemäße museale Ausstellungen) sind Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen, kuratorischen und kulturvermittelnden Tätigkeit. Daneben ist es ihm stets ein Anliegen, neueste naturwissenschaftliche Techniken für den Ausgrabungs- und Fundaufarbeitungsbetrieb Carnuntums zu integrieren.

Einen Höhepunkt seiner Tätigkeit bildete sicher die erfolgreiche Ausrichtung der NÖ Landesausstellung 2011 „Erobern – Entdecken – Erforschen“ an 3 Standorten, die mit fast 560.000 Besuchern bisher einmalig in Niederösterreich war. Daneben führte er zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses über viele Jahre Lehrveranstaltungen an der Universität Wien und der Technischen Universität Graz durch.

Im wissenschaftlichen Bereich konnte er Kooperationen mit vielen nationalen und internationalen Partnern (z. B. Deutschland, Großbritannien, Rumänien, Slowakei, Ungarn) aufbauen, die fächerübergreifend gemeinsam mit dem Land Niederösterreich in Carnuntum forschen. Sein Spektrum an wissenschaftlichen Publikationen reicht weit über Carnuntum hinaus. Als Autor und Herausgeber wissenschaftlicher Reihen wurden mehr als 250 Publikationen in die wissenschaftliche Diskussion eingebracht.

Franz Humer ist u.a. in leitender Position tätig bei der Gesellschaft der Freunde Carnuntums sowie stark involviert beim Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie, dem Museumsverein Asparn a. d. Zaya, ICOM Austria und den Museumsarchäologen Österreichs e.v.

 

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