Frühe Militärlager im römischen Carnuntum

Der in seinem Erhaltungszustand und seiner Dimension weltweit einzigartige archäologische Befund der Gladiatorenschule aus dem Jahr 2011 bildete den Ausgangspunkt eines mehrjährigen ambitionierten Forschungsvorhabens zur flächendeckenden Prospektion Carnuntums. Im Rahmen des von 2012 bis 2015 laufenden Projektes „ArchPro Carnuntum“ wurde unter Leitung von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Neubauer, Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro), das 10 km2 große römisch-antike Stadtgebiet mit modernsten Prospektionsmethoden untersucht. 

Ziel dieses in seinem modernen Forschungsansatz und seinem Umfang weltweit einzigartigen Projektes war es, durch den systematischen Einsatz zerstörungsfreier archäologischer Prospektionsmethoden die Grundlagen für ein nachhaltiges, wissensbasiertes Management Carnuntums zu erarbeiten.

2014 gelang dem LBI ArchPro- Team eine weitere sensationelle Entdeckung. Gefunden wurde ein typischer Befestigungsgraben eines direkt an der Donau gelegenen römischen Zeltlagers im Ausmaß von ca. 6 Fußballfeldern (57.600 m²). „Die Magnet- und Radarbilder zeigen südlich und nördlich des Amphitheaters und der Gladiatorenschule die deutlichen Überreste von römischen Zeltlagern. Darunter eines, das nach der Gründung der Stadt teilweise überbaut wurde, und bei dem es sich daher um eines der ersten Militärlager aus den ersten Jahrzehnten n. Chr. in Carnuntum handelt“, so Prof. Wolfgang Neubauer.

 

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