Obwohl knapp 100 Stück (meist Fragmente) aus verschiedenen Orten des Römischen Reichs bekannt ist, ist ihr genauer Verwendungszweck bis heute unbekannt.

Römischer Dodekaeder

Obwohl knapp 100 Stück (meist Fragmente) aus verschiedenen Orten des Römischen Reichs bekannt ist, ist ihr genauer Verwendungszweck bis heute unbekannt.

 

Er besteht aus einem aus Bronze gegossenen, würfelförmigen und innen hohlen Körper mit zwölf fünfeckigen Flächen, die jeweils verschieden große, runde Öffnungen aufweisen. Und damit gibt er der Forschung ein großes Rätsel auf. Denn die Funktion der Römischen Dodekaeder ist trotz zahlreicher Funde (knapp 100 Stück im gesamten ehemaligen Römischen Reich – meist Fragmente) nicht einwandfrei geklärt. Die Flächen sind um die Öffnungen mit konzentrischen Rillen in teils unterschiedlicher Anordnung versehen. Auf den 20 Ecken sind Kugeln oder Knubben befestigt.

Die Deutungsversuche reichen dabei von Messinstrument (was von vielen Forschern als am Wahrscheinlichsten angesehen wird) über Kerzenständer, Spielzeug und Repräsentationsobjekt bis hin zu Kultgeräten. Es dürfte sich beim Dodekaeder um eine Eigenheit der keltisch geprägten nordwestlichen Provinzen handeln, der Schwerpunkt der Funde liegt in den gallischen und germanischen Provinzen. Auch in Carnuntum wurde ein Exemplar gefunden, es ist das auf dem Bild zu sehende Exemplar.

 

Besten Dank geht an das Museum Carnuntinum, das uns für das "Fundstück der Woche" regelmäßig mit seinen über zwei Millionen Fundobjekten unterstützend zur Seite steht. Nicht vergessen: Der Eintritt ins Museum ist in Carnuntum im Kombiticket bereits enthalten.

 

Quellen:

Michael Guggenberger: Etwas Gewisses hievon zu bestimmen waere ein Gewagtes. 260 Jahre Dodekaeder-Forschung. In: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. 80/2000, Innsbruck 2000, S. 67-84

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