Berühmte Gäste: Ammianus Marcellinus

Der Historiker Ammianus Marcellinus; Copyright: A. Achtsnit

Mein Name ist Ammianus Marcellinus. Ich bin trotz meiner griechischen Herkunft Römer und Anhänger der alten Götter und in ihrer Zeit sicherlich der bedeutendste spätantike Geschichtsschreiber. Ich wurde in Antiochia am Orontes (Antakya), nach ihrer Zeitrechnung so um 330 geboren. Der Einfachheit halber werde ich in weiterer Folge bei den ihnen gebräuchlichen Jahreszahlen bleiben. Im Gegensatz zu mir wissen sie, dass ich um 395 gestorben bin. Da ich aus einer wohlhabenden Familie stamme, wurde mir Bildung und Belesenheit schon in die Wiege gelegt.

Ich wuchs mit den großen griechischen und römischen Autoren auf. Obwohl meine Muttersprache Griechisch ist schreibe ich in Latein, da ich will, dass mein Werk von vielen gelesen werden kann. Mein Werk werde ich in Rom, erst unter der Regierung des Kaiser Theodosius I. schreiben. Aus der Erinnerung und gestützt auf Notizen. Auch die Ereignisse dieses Wochenendes werden dadurch erst viele Jahre später zu Papyrus gebracht. Mein großartiges Werk umfasst 31 Bücher. Mit ihnen wollte ich an die Historien des Tacitus anknüpfen. Da der ursprüngliche Titel meines Werks nicht überliefert ist, heißt es in ihrer Zeit Res gestae.

Es wird das letzte große, in Latein geschriebene Geschichtswerk der Antike sein und endet im Katastrophenjahr 378, dem Jahr der unauslöschlichen Niederlage des Valens gegen die Goten bei Adrianopel (Edirne). Im Gegensatz zu meinen Zeitgenossen werden sie leider nur die Bücher 14 bis 31 lesen können, die Zeit ab 353! Die Bücher 1 bis 13 sind leider in den Wirren der Völkerwanderung verloren gegangen.

Text und Darstellung: Martin Müllauer;

Treffen Sie Ammianus am kommenden Wochenende beim Fest der Spätantike 2019!

 

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