Diesen Herbst stellen wir Ihnen die Wohnzimmer Carnuntums vor und beschäftigen uns mit den Besonderheiten der Häuser in der Römerstadt.

Römische Wohnzimmer: In den Küchen

Die Küche der Römer war gewiss ein wichtiger Bereich, diente er doch der Zubereitung der Speisen. Allerdings war dieser Raum sehr zweckgebunden und lud kaum zum geselligen Beisammensein ein. In reichen Haushalten waren Küchensklaven am Werk um die cena, das oft groß gefeierte Abendmahl ihrer Herren vorzubereiten. Je wohlhabender der Gastgeber umso raffinierter und exotischer war die Speisenfolge. Die Gerichte wurden am offenen Herd zubereitet - viele der uns bekannten Küchenutensilien wie Töpfe, Pfannen, Siebe und Reibschüsseln waren bereits bei den Römern in Verwendung.

Eine Küche war jedoch keine Selbstverständlichkeit in jeder Wohnung. In ärmeren Vierteln mussten viele Bewohner darauf verzichten selbst zu kochen, da aufgrund der Brandgefahr Kochstellen in mehrstöckigen Mietskasernen nicht erlaubt waren. Dafür gab es in den römischen Städten viele Garküchen, in denen man zum Essen einkehren oder die Speisen abholen und mit nach Hause nehmen konnte.

 

 

Ernährung in der Antike

Die Ernährung der Römer bestand zu einem großen Teil aus vegetarischen Gerichten. Fleisch und Fisch, im Fall von Carnuntum aus der Donau, wurde gerne jedoch selten verspeist. Neben Getreide als Grundnahrungsmittel waren Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) und Gemüse (Rüben, Lauch, Kohl, Kraut, Zwiebel) wichtige Lebensmittel in der Antike. Gewürzt wurde vorwiegend mit Kräutern oder liquamen, einer vergorenen Fischsauce. In der wohlhabenden Gesellschaft waren Datteln, Feigen, Pfeffer und Austern beliebte Importgüter.

Noch bis 17. November 2019 hat die Römerstadt Carnuntum – und damit alle Gebäude im Römischen Stadtviertel – in diesem Jahr geöffnet. Alle hier gezeigten und beschriebenen Räume können Sie vor Ort erkunden.

 

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