Apulum - Festung von Alba Iulia (Rumänien)

Apulum war die Hauptstadt der Provinz Dakien, einst Standort der Legio XIII Gemina. Das antike Apulum bestand aus der Legionsfestung und zwei Städten, dem Municipium Aurelium, das später zur Colonia Aurelia wurde, und dem Municipium Septimium, das sich an der Kaiserstraße Drobeta - Porolissum befand. In Apulum, das mittig entlang der Hauptverkehrsroute der Provinz gelegen war, wurden viele wichtige Entdeckungen gemacht, darunter der Palast des Statthalters von Dakien, das praetorium consularis. Dieses Gebäude bestand aus einem privaten Teil, als persönlicher Wohnsitz des Statthalters, und einem öffentlichen Teil der Ämter und Kultstätten umfasste. Das Gebäude erstreckte sich über eine Fläche von mehr als 1,5 ha. In der Nähe befand sich die Wache des Statthalters, Infanteristen namens pedites singulares. Das Hauptquartier des Statthalters befand sich stets an wichtigen Verkehrsknotenpunten wie Flüßen, in Dakien war dies der Mureș am Rande der Westkarpaten. Die Festung dominierte die ebene Fläche dieses Gebietes und war durch den Truppenstandort der Legio XIII gesichert.

Apulum

Straßenfund in Transylvanien (Rumänien)

Bei einer Rettungsgrabung im Zuge von Straßenbauten brachten Archäologen des National Museum of Transylvania einen Abschnitt einer antiken Römerstraße an die Oberfläche, der die Dörfer Nădășelu und Șardu verbindet. Es wurde eine beträchtliche Länge von etwa 150 bis 200 m enthüllt, die Spuren der Straße gehen allerdings am Eingang der beiden Dörfer verloren. Bemerkenswert ist die Breite von etwa 3 m, da 7 m der Standard von römischen Straßen war. Nun freigelegt ist lediglich die Unterkonstruktion, da die oberen Pflasterteine verloren gegangen sind. Dieser Straßensektor zwischen den wichtigen Orten Napoca und Porolissum wird als weiterer Puzzlestein im komplexen Straßennetz der Provinz Dakien hinzugefügt

Straßenfund in Transylvanien

Frühe christliche Grabstätte in Sopianae (Ungarn)

Die Geschichte von Sopianae - heute Pécs - reicht bis ins 2. Jahrhundert zurück, als sich am südlichen Fuße des Mecsek-Gebirges an der Kreuzung der Nord-Süd-Handelswege eine Siedlung mit einer günstigen Lage und einem günstigen, aber nicht zu städtischen, Klima entwickelte. Bereits Ende des 3. Jahrhunderts nahm die frühe kleine Siedlung ein eher urbanes Aussehen an und stieg in den Rang einer Stadt auf. Bis zum Ende des 3. Jahrhunderts war es das Zentrum und der Verwaltungssitz der Provinz Pannonien, Valeria, die in vier Teile geteilt war, von wo aus der Statthalter die Angelegenheiten der Provinz leitete.
Die frühchristliche Nekropole von Pécs (Sopianae) gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das religiöse Zentrum und der Friedhof aus dem 4. Jahrhundert bestehen aus mehreren Gräbern, Grabkapellen und Grabgebäuden (Mausoleum, Cella Trichora, Cella Septichora) und weisen auf eine große christliche Gemeinde hin. Die drei Hauptattraktionen des Touristenkomplexes sind das Besucherzentrum Cella Septichora, das frühchristliche Mausoleum und die Grabbauten in der Apáca-Straße.

Frühe christliche Grabstätte in Sopianae

Römisches Erbe in Schwäbisch Gmünd (Deutschland)

In der Stadt Schwäbisch Gmünd gibt es zahlreiche Stätten des römischen Erbes. Die Lage der römischen Siedlung im heutigen Schwäbisch Gmünd, sowohl an der Grenze zu Limes als auch an der Grenze zwischen den beiden Provinzen Raetia und Germania Superior, erklärt die relativ hohe Anzahl an römischen Monumenten für eine Siedlung seiner Größe.
Kastell und Siedlung Schirenhof
Die größte römische Festung in Schwäbisch Gmünd befand sich im westlichen Teil der heutigen Stadt, in der Gegend namens Schirenhof. Sie wurde 1886 von E. von Kallee entdeckt und bis 1888 von H. Steimle teilweise ausgegraben. Die Forschungs- und Materialergebnisse zeigten, dass die Soldaten der ersten flavianischen Kohorte zwischen der Mitte des 2. und der Mitte des 3. Jahrhunderts in der Festung Schirenhof stationiert waren. Schirenhofs ́Kohorte zählte bis zu 600 Kämpfer, die vermutlich in der Provinz Raetia rekrutiert wurden.

Römisches Erbe in Schwäbisch Gmünd

Municipium Raetinium (Bosnien)

Raetinium ist der Name eines illyrischen Hügelkastells und der Name eines der am weitesten entwickelten römischen Ausgrabungen in Bosnien und Herzegowina. Das Zentrum des Municipiums befand sich in der gleichnamigen Siedlung in Golubić, heute ein Dorf in der Nähe von Bihać.
Das relativ reiche archäologische Material aus Pounje (Siedlungen und Nekropolen), vor allem am Standort Ripač mit Stelzenhaussiedlungen, bestätigt die Bevölkerung dieser Region von der Spätbronzezeit bis zur Römerzeit. Es gab zahlreiche römische Siedlungen, jedoch mit mangelhafter Fundlage, bedingt durch schlecht erhaltenes architektonisches Material. Daher liegen keine Daten zur Urbanisierung dieser Siedlungen vor.
Zahlreiche Grabsteine, Inschriften, Reliefs, Weihaltäre von Gottheiten und Überreste römischer Gebäude in Bihać stammen aus der Römerzeit. So wurden in Golubić sechs römische Denkmäler gefunden, mit denen die Wasserversorgung in Žegar abgedeckt wurde, während die Überreste römischer Gebäude in Breković, Golubić, Ripč und Mali Založje gefunden wurden.

Municipium Raetinium

Antike Stadt Durostorum (Bulgarien)

Im Zentrum von Silistra, im Stadtpark an der Donau, sind die Ruinen des antiken Durostorum zu sehen. Der erste schriftliche Beleg der Stadt findet sich im Befehl von Kaiser Trajan von 106 bezüglich der Verlegung der Legio XI von Pannonien nach Durostorum. Dies zeigt, dass die Stadt bereits als starke Festung existiert hatte. Fast drei Jahrhunderte lang diente diese Legion als Schlagkraft gegen die aus dem Norden einfallenden barbarischen Stämme.
Durostorum wurde 169 unter Kaiser Marcus Aurelius eine selbstverwaltete Stadt, Municipium. Im 2. Jahrhundert erreichte die Stadt ihren Höhepunkt als Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum sowie als wichtige Zollstation. Große öffentliche Gebäude wie Tempel, Basiliken, Bäder und Privathäuser, Marmorstatuen und Flachreliefs wurden in dieser Zeit errichtet. 238 eroberten die Carpi die Stadt, beraubten sie und brachten ihre Bewohner in die Sklaverei. Durostorum wurde zum ersten Mal zerstört.
Im späten 3. und frühen 4. Jahrhundert wurde ein Kastell erbaut, das mit dem bestehenden Legionslager einen zweiten Verteidigungsgürtel bildete. Es ist wahrscheinlich, dass Mitte des 5. Jahrhunderts während der Invasionen der Hunnen die Festung zerstört wurde und im frühen 6. Jahrhundert eine neue gebaut wurde, deren Grenzen sich mit denen der alten überschneiden.

Antike Stadt Durostorum

 

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