Programm 2022

Bitte beachten Sie, dass für den Besuch aller Vorträge eine Anmeldung erforderlich ist!

Vorträge

 

STADTARCHÄOLOGIE WIEN - DAS RÖMISCHE WIEN

von Mag. Dr. Christoph Öllerer

Stadtarchäologie Wien

23. März 2022, 19.00 Uhr
Die Stadtarchäologie Wien führt laufend umfangreiche Rettungsgrabungen im Wiener Stadtgebiet durch. Dementsprechend oft kommen Siedlungsspuren römischer Zeit zum Vorschein. Es liegt im Wesen von „Archäologie auf Baustellen“, dass die Grabungsplätze vom Baugeschehen vorgegeben werden und sich nicht nach Forschungsfragen richten können. Im Laufe der Jahre konnte allerdings ein sehr schlüssiges Bild von Wien zur Römerzeit gewonnen werden. Dabei waren nicht nur das Legionslager und die Lagervorstadt, die canabae legionis, im 1. Bezirk Gegenstand der Untersuchungen, sondern auch die Zivilsiedlung im 3. Bezirk oder die Legionsziegelei in Hernals. Der Vortrag soll in einem Überblick überlieferte und neuere Erkenntnisse zum Stadtgebiet von Vindobona vorstellen.

Musikzimmer der Diplomatischen Akademie, 1040 Wien, Favoritenstraße 15a

 

DIE LÄNDLICHE BESIEDLUNG DES NÖRDLICHEN NORICUMS: DAS HINTERLAND VON AELIUM CETIUM/ ST. PÖLTEN ZWISCHEN ERLAUF- UND TRAISENTAL

von Dominik Hagmann

ARDIG – Archäologischer Dienst GesmbH

27. April 2022, 19.00 Uhr
Im nördlichen Noricum sind besonders die militärischen Fundstellen direkt entlang des
Donaustroms am römischen Limes laufend Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und dementsprechend teils hervorragend aufgearbeitet. Die Fundplätze des ländlichen
Hinterlands hingegen sind, hauptsächlich im Bereich des heutigen Niederösterreichs,
ungleich weniger und teils sogar nur rudimentär bekannt. Um diesem unbefriedigenden
Ungleichgewicht des Forschungsstandes beizukommen, wurden die archäologischen
Besiedlungsaktivitäten im Gebiet zwischen den militärischen Zentren an der römischen
Donaugrenze und dem antiken municipium Aelium Cetium/St. Pölten im Zuge der Dissertation „Roman Rural Landscapes in Noricum“ eingehend landschafts- und siedlungsarchäologisch behandelt.
Ausgewählte Ergebnisse des 2021 abgeschlossenen Projekts sollen im Vortrag
vorgestellt und neue Einblicke in die ländliche Besiedlung im Limeshinterland gegeben werden.

Musikzimmer der Diplomatischen Akademie, 1040 Wien, Favoritenstraße 15a

 

MIT DER U-BAHN IN DIE RÖMERZEIT

von Prof. Dr. Marcus Trier

Direktor des Römisch-Germanischen Museums/Amt für Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln

25. Mai 2022, 19.00 Uhr
Die archäologischen Ausgrabungen anlässlich des Baus einer neuen U-Bahn in Köln zwischen 2004 und 2013 sind der bislang größte Eingriff in die unterirdische Geschichte der Stadt. Obwohl der U-Bahn-Tunnel unterhalb der gewaltigen archäologischen Schichten vorangetrieben wurde, entstand durch die Anlage der Haltestellen und technischer Bauwerke großer Ausgrabungsbedarf. Insgesamt erstreckten sich die archäologischen Untersuchungsflächen auf mehr als 30.000 m², eine Fläche so groß wie fünf Fußballfelder. Stellenweise erreichten die historischen Schichten eine Mächtigkeit von über 13 Metern. Dies führte zu einem archäologischen Gesamtvolumen von 150.000 m³.
Die archäologischen Untersuchungen stellen einen einzigartigen Querschnitt durch die mehr als 2.000jährige Kölner Geschichte dar. Rund 2.500.000 Funde aus allen Epochen der Stadtentwicklung wurden geborgen. Die Bodenurkunden liefern reiche Zeugnisse des römischen Hafens und des Handels, gewaltiger Tempelanlagen am Rheinufer, antiker Friedhöfe, frühmittelalterlicher Handwerker- und Händlerviertel in der Altstadt und beeindruckender Festungswerke. Der Vortrag berichtet über die Herausforderungen und Ergebnisse der Ausgrabungen.

Römerstadt Carnuntum – Seminarraum, 2404 Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 1A

 

OSTIA, PORTUS, ROM. EINE NEUBEWERTUNG DER GRÖSSTEN HANDELSDREHSCHEIBE DER ANTIKEN WELT

von Prof. Dr. Michael Heinzelmann

Univ. Köln, Archäologisches Institut

22. Juni 2022, 19.00 Uhr
Die Erforschung von Ostia und Portus hat in den vergangenen Jahren durch verschiedene Feldforschungsprojekte große Fortschritte erzielt, die eine wesentlich detailliertere Rekonstruktion ihrer städtebaulichen Entwicklung ermöglichen. Ausgehend von urbanistischen Untersuchungen in den noch nicht ausgegrabenen Bereichen von Ostia, versucht der Vortrag die wichtigsten Erkenntnisse zusammenzufassen und unter ökonomischen Aspekten neu zu bewerten. Der Fokus liegt dabei auf der handelstechnischen Rolle Ostias, wobei seine traditionelle Ansprache als Hafenstadt Roms (zumindest teilweise) in Frage gestellt wird.

Römerstadt Carnuntum – Seminarraum, 2404 Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 1A

 

 

EIN DIGITALER STADTPLAN VON CARNUNTUM 

von Mag. Mario Wallner, Doz. Dr. Christian Gugl und Dr. Eduard Pollhammer

ZAMG/ArchPro, ÖAI, Land NÖ 

5. Oktober 2022, 19.00 Uhr
Durch die archäologischen Grabungen, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Carnuntum durchgeführt werden, wie auch durch die Luftbildarchäologie seit den 1960er Jahren und die geophysikalische Prospektion seit dem Jahr 1990 liegen eine Fülle von Ergebnissen zur Stadtstruktur und den unterschiedlichen Siedlungsräumen der einstigen Metropole am Donaulimes vor.
Nun ist es erstmal gelungen, sämtliche vorhandene Daten von Carnuntum zu einem digitalen Stadtplan zusammenzufassen. Dadurch können siedlungstopographische Zusammenhänge in ihrer Gesamtheit dargestellt und neu bewertet werden.

Römerstadt Carnuntum – Seminarraum, 2404 Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 1A

 

AKTUELLE GRABUNGEN IN BRUCKNEUDORF/ BURGENLAND

von Mag. Dr. Maciej Karwowski 

Lehrbeauftragter an der Univ. Wien

9. November 2022, 19.00 Uhr
Im Zuge des Ausbaus der A4-Ostautobahn wurden in unmittelbarer Nähe der berühmten „Kaiservilla“ in Bruckneudorf großflächige archäologische Ausgrabungen durchgeführt. In den Jahren 2020 bis 2022 wurden eine Gesamtfläche von etwa 5 Hektar untersucht und dabei ausgedehnte Bereiche der zur römischen Villa gehörigen Wirtschaftszone sowie Teile des Gräberfeldes freigelegt und dokumentiert. Im Vortrag werden die wissenschaftlichen Ergebnisse zu einer der bedeutendsten römischen Gutshöfe im Hinterland von Carnuntum vorgestellt.

Musikzimmer der Diplomatischen Akademie, 1040 Wien, Favoritenstraße 15a

 

DAS JAHR 2022 IN CARNUNTUM

von Dr. Eduard Pollhammer und Dr. Markus Wachter

Leiter Ladessammlungen Römische Archäologie und Geschäftsführer Römerstadt Carnuntum

7. Dezember 2022, 18.00 Uhr
Rückblick auf das Jahr 2022 in Carnuntum.

Festsaal der Diplomatischen Akademie, 1040 Wien, Favoritenstraße 15a

 

Exkursionen

Exkursion MARCHEGG – CARNUNTUM

Auf der Exkursion besuchen wir die NÖ Landesaustellung „MARCHFELD Geheimnisse  ̶ Mensch. Kultur. Natur“ im Schloss Marchegg und die neue Ausstellung im Museum Carnuntinum.

 

10. September 2022

9:00  Abfahrt Wien Schwedenplatz
9:45  Petronell Carnuntum: Zustiegsmöglichkeit
10:45  Marchegg: Führung durch die NÖ Landesausstellung
13:00  Museum Carnuntinum, Führung durch die neue Ausstellung "Weltstadt am Donaulimes"
15:00 bis 18:00 Uhr  Ausklang beim Heurigen Edelmann in Göttlesbrunn
18:30  Ausstiegsmöglichkeit in Petronell-Carnuntum
19:30  Ankunft Wien Schwedenplatz

Teilnahmebeitrag pro Person: € 35 (inkl.Fahrt, Eintritte und Führung, exklusive Konsumation)


Anmeldung bis 5. September 2022: Tel. +43 2163 3377-766 oder E-Mail:

 

 

 

Studienreise

Studienreise ROM IN NORDWESTDEUTSCHLAND

Seit 2021 zählt neben dem Obergermanisch-Rätischen auch der Niedergermanische Limes im heutigen Nordwesten Deutschlands zum UNESCO Welterbe: Anlass für die spektakuläre Landesausstellung „Roms Fließende Grenzen“, die an mehreren Standorten in Nordrhein-Westfalen auf zeitgemäße und anschauliche Weise neue Perspektiven auf das Leben in den antiken Kastellen, Städten und Landgütern der römisch-germanischen Grenzregion erschließt. Die einstige römische Kaisermetropole Trier widmet sich gleichzeitig in einer dreiteiligen Sonderausstellung dem „Untergang des Römischen Reiches“ und seinem reichen Erbe in der Kunst- und Kulturgeschichte Europas. Experimentalarchäologische Rekonstruktionen, beeindruckend gut erhaltene Monumente und einige der modernsten Römermuseen Europas ergänzen unsere vielseitige Reise durch die römische Geschichte im Westen Deutschlands.

6.  – 13. August 2022

1. Tag: Anreise – Raum Bielefeld

2. Tag: Bielefeld – Haltern – Xanten
Das Römermuseum Haltern am See und die „Römerbaustelle Aliso“ präsentieren im Rahmen der Landesausstellung „Roms Fließende Grenzen“ spannende neue Erkenntnisse zu der um Christi Geburt versuchten „Osterweiterung“ des Römischen Reiches in Germanien. Am Nachmittag erkunden wir den Archäologischen Park Xanten, der mit einer rekonstruierten römischen Stadtmauer samt Türmen und Stadttor, einem Amphitheater und einem kompletten römischen Stadtviertel mit Thermen, Herberge und Tempel die „Colonia Ulpia Traiana“ wiederauferstehen lässt. Im Römermuseum Xanten setzt sich die Landesausstellung unter dem Motto „Leben am Limes“ fort.

3. Tag: Xanten – Köln
In Köln erwartet uns mit „Rom am Rhein“ der nächste Teil der Landesausstellung „Roms Fließende Grenzen“, die hier Einblicke in den Alltag der einstigen Hauptstadt der Provinz Germania Inferior bietet. Im Rahmen eines Stadtrundganges wollen wir außerdem archäologische Fundorte und Ausgrabungen im heutigen Stadtgebiet erkunden.

4. Tag: Köln  ̶  Aachen  – Römertherme Zülpich – Eifel-Wasserleitung – Köln
Ein Ausflug nach Aachen bereichert unser Programm durch einen vergleichenden Einblick in das Reich Karls des Großen, das sich im 8. Jh. n. Chr. als Erbe des Weströmischen Reiches präsentierte. Wir besuchen die ehem. Kaiserpfalz („Centre Charlemagne“) und den Aachener Dom mit seiner berühmten Schatzkammer. Weiterfahrt entlang der großartigen Eifelwasserleitung, die ab ca. 30 n.Chr. zur Wasserversorgung des römischen Kölns erbaut wurde. Neben dem Museum für Antike Badekultur in der Römertherme Zülpich erwarten uns die Aquäduktbrücke von Mechernich-Vussem und eine römische Brunnenstube.

5. Tag: Köln – RömerWelt Rheinbrohl – Römerbergwerk Meurin – Villa Otrang  ̶  Trier  
Die „RömerWelt am Caput Limitis“ in Rheinbrohl ist ein auf Interaktivität spezialisiertes Erlebnismuseum am Beginn des Obergermanischen Limes und das Limesinformationszentrum für Rheinland-Pfalz. Das Römerbergwerk Meurin ist das größte römische Untertage-Abbaugebiet für Tuffstein nördlich der Alpen, die „Antike Technikwelt“ vermittelt mit Nachbauten römischer Maschinen und Baugeräten die technischen Errungenschaften der Römer. Die mit prachtvollen Mosaiken ausgestattete römische Villa Otrang, eine der größten und besterhaltenen Villenanlagen nördlich der Alpen, steht stellvertretend für die teils sehr wohlhabenden Landgüter, die sich zur Blütezeit Roms im Schutze des Limes entwickeln konnten.

6. Tag: Trier mit Sonderausstellung „Der Untergang Roms“
Als „Augusta Treverorum“ war das römische Trier eine bedeutende Stadt in der Provinz Gallia Belgica und in der Spätantike Verwaltungssitz der gesamten „Dioecesis Galliae“ (Gallien, Britannien und Hispania), zeitweise Kaiserresidenz und mit einer hohen fünfstelligen Einwohnerzahl die größte Stadt nördlich der Alpen. Neben den beeindruckenden Bauwerken und Monumenten dieser römischen Weltstadt (Konstantinsbasilika, Thermen, Amphitheater, Porta Nigra) erwartet uns in den Museen Triers außerdem die dreiteilige Sonderausstellung „Der Untergang Roms“.

7. Tag: Trier – Lorsch – Osterburken
Östlich des Rheins begeben wir uns in Lorsch wieder auf die Spuren der nachrömischen Zeit und des Karolingerreiches: Das ehemalige Kloster Lorsch (UNESCO Welterbe) bietet mit seiner großartigen Königshalle und dem „Freilichtlabor“ Lauresham (rekonstruiertes, belebtes Dorf) spannende Eindrücke vom Leben auf einem frühmittelalterlichen Königshof. Der Limespark Osterburken (Römermuseum, rekonstruierter Wachturm und begehbare Ausgrabung eines Kastells) führt uns dann zurück in die Römerzeit.

8. Tag: Osterburken – Aalen – Rückreise
Auf der Rückfahrt besuchen wir in Aalen das neu gestaltete und größte Museum am Obergermanisch-Rätischen Limes und den Archäologischen Park.

 

Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen Preis: 1.369 EUR, p. P. im DZ
Leistung: Busreise, Reiseleitung, N/HP
Nicht inkludiert: Eintritts-/Führungsgebühren: 140 EUR
Einbettzimmerzuschlag: 195 EUR
Anmeldung bei Reisebüro Kastler bis spätestens 30. Juni 2022

 

Buchungen unter:

REISEPARADIES KASTLER GmbH, Kepplingerstrasse 3, A-4100 Ottensheim

Telefon 07234/82323

reisen@kastler.at I www.kastler.at

 

 

Programm- und Preisänderungen vorbehalten.

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