Einem internationalen Team vom Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI-ArchPro) gelang 2011 in Zusammenarbeit mit der Römerstadt Carnuntum eine sensationelle Entdeckung. Durch den Einsatz modernster Bodenradargeräte konnten in unmittelbarer Nähe des Amphitheaters Zivilstadt Reste einer Gladiatorenschule geortet werden, die in ihrer Vollständigkeit und Größe international einzigartig und an Deutlichkeit der erfassten Baustrukturen nur mit dem ludus magnus Roms vergleichbar ist. Dementsprechend groß geriet das internationale Medienecho.

Basierend auf den Prospektionsergebnissen, wurden 2014 Teile des ludus bei archäologischen Grabungen freigelegt, um detailliertere Aufschlüsse zur Trainingsarena der Gladiatoren zu gewinnen. In direktem Anschluss an die Untersuchungen wurde die Arena mit einem Innendurchmesser von ca. 14 m (46 römische Fuß) und zwei Zuschauerreihen exakt an jener Stelle wiederaufgebaut, an der das Original vor rund 1700 Jahren gestanden hat. Im Jahr darauf wurde die Holzrekonstruktion erstmals mit einem öffentlichen Training der hauseigenen Gladiatorentruppe Familia Gladiatoria Carnuntina in den Veranstaltungskalender einbezogen. Außerdem war sie Schauplatz von Dreharbeiten zur Universum-Dokumentation „Stadt der Gladiatoren – Carnuntum“ für ORF, Smithsonian, France 5, SBS und BMBF, die im Dezember 2015 erstausgestrahlt wurde.

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