Ressourcenverbrauch in der Antike

„Hier nämlich durchgräbt man die Erde auf der Jagd nach Reichtum, weil die Welt nach Gold, Silber, Bernstein und Kupfer verlangt, dort der Prunksucht zuliebe nach Edelsteinen und Färbemitteln für Wände und Holz, anderswo um verwegenen Treibens willen nach Eisen, das bei Krieg und Mord sogar noch mehr geschätzt wird als das Gold.“ Diese kritischen Worte über den respekt-, hemmungs- und gnadenlosen Umgang in der Antike mit der „Erde“ und Menschen bei der von Prestige-Wahn angetriebenen Suche und Förderung von Gold, Silber und Eisen stammen aus der Naturalis Historia (XXXIII, I, 1-3) von Plinius d. Ä., der im 1. Jahrhundert nach Christus lebte.

Etwas wie ein Umweltbewusstsein gab es in der römischen Antike, wenn überhaupt, dann nur in einem sehr geringen Ausmaß. Die Spuren davon sind teilweise heute noch zu sehen. So wurden in Nordafrika, auf der Iberischen Halbinsel, am Balkan und dem heutigen Griechenland (hier teilweise schon vor der römischen Besatzung) ganze Landstriche abgeholzt, was zu einer Verkarstung der Böden führte. Diese zum Teil heute charakteristischen Landschaften (man denke an Kroatien, Griechenland, Spanien, ...) sind eigentlich dem Hunger des römischen Imperiums nach Holz geschuldet.

© RSV

So traumhaft schön die römischen Thermen waren, auch Sie mussten natürlich geheizt werden.

Der Preis des Lebensstandards

Gebraucht wurde der Rohstoff Holz in vielen Einsatzbereichen, um den "Roman Way of Life" am Laufen zu halten. Mit Holz wurden Schiffe gebaut, die für den Handel, das Militär und den Personentransport essentielle Bedeutung hatten. Holz wurde natürlich im Bauwesen gebraucht, um die römischen Städte zu errichten. Es wurde zur Metallgewinnung, im Bergbau und zum Heizen der großen Thermenanlagen eingesetzt. Aufgrund des hohen Holzverbrauchs durch Heizung und Kochen wäre es eigentlich logisch, eine Aufforstung bereits in der Antike als gegeben anzunehmen. 

Daher ist es immer wieder erstaunlich, dass zwar abgeholzt wurde, aber keine Aufforstung erfolgte. Dieses Phänomen ist auch in den Donauauen zu bemerken, wenngleich es den Römern hier nicht "gelang" eine Verkarstung der Region herbeizuführen, weswegen ihr landschaftlicher Einfluss nicht so groß war wie in den bereits erwähnten Gebieten. Das Carnuntum nächste Auftreten dieses Phänomens findet sich in Slowenien.

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