22. April 2026, 19:00 Uhr

DIE ÖSTERREICHISCHE GRABUNG IN LIMYRA/LYKIEN

Vortrag von HR Priv.-Doz. Mag. Dr. Martin Seyer Leiter der Limyra Grabung, ÖAI/ÖAW

Human Rights Space (vormals Musikzimmer) der Diplomatischen Akademie
Favoritenstraße 15a
1040 Wien

Limyra (lykisch: Zemuri) war eine bedeutende Stadt im östlichen Lykien (Kleinasien), in der seit 1969 regelmäßige Ausgrabungen stattfinden. Seit 1983 stehen die Grabungen unter österreichischer Ägide, zunächst als Unternehmung der Universität Wien und seit 2002 als Grabung des Österreichischen Archäologischen Instituts.

Vom lokalen Machthaber Perikles (ca. 380‒360 v. Chr.) nach der Eroberung der Stadt Xanthos zur Hauptstadt Lykiens ausgebaut, verfügt Limyra über prächtige Bauten von der Klassischen Periode bis in die römische Kaiserzeit, wie z. B. das tempelförmige Heroon des Perikles, das Ptolemaion – einen Herrscherkultbau aus der ptolemäischen Periode – bzw. das Kenotaph für den im Jahr 4 n. Chr. in Limyra verstorbenen Gaius Caesar, Enkel, Adoptivsohn und präsumtiver Nachfolger des Augustus. Zuletzt konnte in der Kampagne 2025 ein Zeus-Heiligtum aus dem 4. vorchristlichen Jahrhundert identifiziert werden, das erstaunliche Parallelen zu Bauten auf der Athener Akropolis – allen voran dem Erechtheion – aufweist. Interessante Einblicke in das tägliche Leben der Siedlung bietet indes auch die Erforschung der urbanistischen Entwicklung Limyras von der Hauptstadt Lykiens der klassischen Epoche über die Metropolis Lyciae der römischen Kaiserzeit bis hin zu einer spätantiken, von zwei mächtigen Stadtmauerringen eingefassten Stadt.

Der Vortrag soll einen Überblick über die wichtigsten Bauten sowie die laufenden archäologischen Forschungen in dieser faszinierenden Stadt vermitteln.

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